Johannes Mössinger live | Jazzkongress Klavierfestival

Der Jazzkongress e.V. veranstaltet vom 27.2.- 19.3.2012 ein Klavierfestival mit führenden europäischen Pianisten: Alexander v. Schlippenbach (D), Enrico Pieranunzi (I), John Taylor (GB) und Johannes Mössinger (D) sind herausragende Pianisten, Bandleader und Komponisten. Sie repräsentieren und entwickeln jeweils eigene Stile des Jazz. Bei diesem Festival präsentieren sie ihre Musik mit aktuellen Formationen. Im Quintett, Trio, Duo oder Solo erleben wir heutigen Pianojazz „at its best“.

Johannes Mössinger live solo

Johannes Mössinger live im Theater Eukitea

Am 19.3.2012 stellte Johannes Mössinger beim Jazzkongress Klavierfestival in Freiburg seine neue Solo LP/CD Poetry vor. Dr. Geseko v. Lüpke schreibt in den begleitenden Texten zu Mössingers Musikstücken:

I. „Die ersten Töne klingen wie ein nahendes Donnergrollen über einer schwülen, weich geschwungenen Landschaft. Eine Atmosphäre aus sommerlicher Behäbigkeit, in der Schmetterlinge an Bachläufen vor lauter schwingender Stimmigkeit das Flattern einstellen und nur noch einem inneren Rhythmus folgend, ihre bunten Flügel auf und zu klappen. ‚When God takes a break’, dann entsteht in so einer Pause die Zeit, jenseits  eines rotierenden unüberlegten Schöpfungswahns den Blick über das schweifen zu lassen, was wirklich da ist an harmonischer Ganzheit. Dann können Melodielinien Formen nachzeichnen und die Wirklichkeit streicheln wie eine Hand auf einem weiblichen Körper. Dann können Blüten akustisch fühlbar werden, der niedrige Flug einer Schwalbe, die schäumende Strömung in einem sprudelnden Bach.“

III. Und dann – bei ‚Joanas Dance’ – der Sprung in eine ganz andere Welt, weit entfernt, ganz in den Süden der Schwärze. Da spielt Johannes Mössinger mit einer rhythmischen Trance, die an den alten Dollar Brand erinnert. Pentatonische, fast arabisch anmutende Patterns. Hypnotische Kreismusik, die immer wieder groovend eine einfache Phrase umkreist, innere Spiraltänze, die sich tiefer in das hörende Herz schrauben, bis man selber kreisend wird in einem sanften Schwung. Vergleichbar vielleicht mit dem Tanz von Mücken im letzten Licht der untergehenden Sonne, in denen jedes Wesen wie ein Ton seinem eigenen willkürlichen Ziel zu folgen scheint.  

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